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"In der Natur .... " -

"... würde mein Hund auch nicht baden gehen, um sein Fell zu reinigen!"


"... würde mein Hund auch keine Regenjacke oder Wintermantel tragen!"


"... würde meinem Hund auch nicht das tote Fell ausgebürstet oder ausgezupft werden!"



Alles drei sind Sätze, dich ich sowohl in meinem Job als auch auf der Gassirunde schon oft gehört habe.

Meist verbunden mit Unverständnis und Kopfschütteln.


Um es kurz zu machen: In der Natur würde ein Hund auch mit Parasiten besetzt durchs Unterholz streifen und eventuell sogar an den übertragenen Krankheiten sterben. So ist halt die Natur. Und in der Natur wären unsere Hunde auch den schädlichen Umwelteinflüssen, wie Abgasen und anderen Emissionen nicht ausgesetzt.

Wenn man es nämlich einmal weiterspinnt, gäbe es dann auch gar keine Menschen, die genau diese haut- und fellschädlichen Stoffe in die Umwelt pusten. Und schließlich waschen wir Menschen uns auch täglich davon rein.


Vor allem gäbe es aber auch keine domestizierten Hunde ohne z.B. Unterfell. Hier sind wir dann wieder beim Pudel. Oder beim Havaneser, Malteser und auch den meisten Doodle etc., bei denen das Fell immer weiter und weiter wachsen würden, wenn man es nicht kürzt. Und in dem sich dann wunderbar die Parasiten einrichten können. Und die vor allem bei Kälte sehr schnell frieren. Weil eben genau die von der Natur vorgesehene schützende Unterwolle weggezüchtet worden ist.


Also:


Warum sollte ein Hund auch mal gebadet werden?


  • Um den Dreck aus der Luft, der sich auf Haut und Fell absetzt, loszuwerden. Vor allem wichtig bei Hunden, die auch mit aufs Sofa oder ins Bett dürfen.

  • Um den Dreck, der vom Boden aufgesammelt wird (inklusive Parasiten) loszuwerden.

  • Um festsitzende Unterwolle zu lösen, die die Belüftung der Haut verhindert.


Wie oft sollte ein Hund gebadet werden?


  • ein Abduschen mit Wasser ist immer möglich.

  • Das Baden mit Shampoo sollte nicht öfter als alle 6-8 Wochen erfolgen, um den natürlichen Säureschutzmantel der Hundehaut nicht zu schädigen.

  • Verwendet werden sollte nur Hundeshampoo, da der PH-Wert der Hundehaut ein ganz anderer als der des Menschen ist.


Sollte jede Hunderasse so regelmäßig gebadet werden?


  • Die meiste Pflege haben sicherlich solche Hunde ohne regelmäßigen Fellwechsel nötig. Also mit einem Haarkleid, welches nicht von alleine ausfällt. Hier setzen sich besonders gut Dreck, Bakterien und Parasiten ab. Vor allem, weil dieses Fell sehr schnell filzt und Filze einen guten Nährboden bilden.

  • Aber auch Hunde mit langem Fell und dichter Unterwolle (Australien Shepherd, Collie, Spitz, Golden Retriever u.a.) sollten regelmäßig (am besten durch Baden mit speziellem Shampoo) von der Unterwolle befreit werden, damit sie nicht auf der Haut filzt.


Warum sollte auch ein Hund mit kurzem Doppelfell (also Unterwolle und Deckhaar) ausgebürstet, gebadet, getrimmt werden?


  • In der Natur würde sich ein Hund mit derartigem Fell (so auch der Wolf) durch das Unterholz schrubben. An Bäumen entlang, durch dichtes Gestrüpp, um das juckende und tolle Fell loszuwerden, was es nicht schafft, alleine auszufallen und um so den Fellwechsel zu ermöglichen.

  • Der bei uns Menschen lebende Jack Russell, Irish Terrier, Labrador, Schäferhund u.a. schrubbt sich aber nicht mehr durch das Unterholz. Hier ist es also ratsam, wenn der Mensch nachhilft. Sei es durch Trimmen, Bürsten, Baden. Je nach Rasse und genauer Fellstruktur. Hierzu gibt es einen separaten Artikel von mir.


Und wie sieht es mit der Hundekleidung aus?


Hierzu haben ich ebenfalls schon einmal einen eigenen Blog-Artikel verfasst. Siehe hier! Spoiler: Sinnvoll ist ist für eine Vielzahl von Rassen allemal!


Fazit: Der Mensch hat sich eine Vielzahl an Hunderassen herangezüchtet, die zum größten Teil gar nicht mehr in der Natur überleben könnten. Insofern ist es überaus wichtig, dass wir uns gut um sie kümmern und sie pflegen, wie es die jeweilige Rasse benötigt, damit sie ein langes und gesundes Leben haben!



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